Ohne Team kein Überleben

Das Leben der Ameisen

Ameisen sind sehr kleine Tiere. Trotzdem gehören sie zu den erfolgreichsten Lebewesen auf der Erde. Man findet sie fast überall: im Wald, im Garten oder sogar in der Stadt. Der Grund für ihren Erfolg ist ihre gute Zusammenarbeit. Eine einzelne Ameise alleine kann kaum überleben. In der Gemeinschaft sind Ameisen jedoch sehr stark und gut organisiert. So eine Gemeinschaft nennt man Ameisenstaat. 

In einem Ameisenstaat lebt nicht nur eine Ameise, sondern abhängig der Art oft tausende oder sogar Millionen. Jede Ameise hat eine bestimmte Aufgabe. Einige Ameisen suchen Nahrung wie Samen, Blätter oder tote Insekten. Andere Ameisen bauen das Nest und reparieren es, wenn es beschädigt ist. Es gibt auch Ameisen, die das Nest bewachen und Feinde abwehren. Die Königin ist besonders wichtig, denn sie legt pausenlos Eier. Ohne sie gäbe es keinen Ameisenstaat. 

Ameisen können sehr gut miteinander kommunizieren. Sie benutzen dafür Duftstoffe. Diese Duftspuren legen sie auf den Boden. Andere Ameisen folgen diesen Spuren und finden so den Weg zu Futter oder zurück zum Nest. Wenn Gefahr droht, senden Ameisen ebenfalls Duftsignale aus. So wissen alle sofort, dass sie vorsichtig sein müssen oder Hilfe gebraucht wird. 

Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Teilen von Nahrung. Ameisen lassen niemanden hungern. Sie transportieren Futter untereinander weiter. Dadurch werden auch junge Ameisen, kranke Tiere oder Ameisen, die im Nest arbeiten, versorgt. So bleibt der ganze Staat gesund und stark. 

Wenn ein Feind das Nest angreift, halten Ameisen zusammen. Viele Ameisen greifen gemeinsam an, auch wenn der Feind größer ist. Manche Ameisen tragen verletzte Artgenossen zurück ins Nest. Dort können sie sich erholen und sind geschützt. Außerdem versorgen Ameisen verletzte Ameisen, indem sie beispielsweise Wunden auslecken. Bei einer kalifornischen Art wurde sogar beobachtet, dass sie amputieren, um Individuen zu retten. Dabei ist es wichtig, dass sich die gefährliche Verletzung am Schienbein befindet, denn im Oberschenkel befinden sich wichtige Organe der Blutverteilung. Außerdem beißen Ameisen, die nicht mehr laufen können, um sich, damit sie sterben und Energie gespart wird. 

Auch beim Nestbau helfen alle mit. Ameisennester bestehen aus vielen Gängen und Kammern. Dort ist es im Winter warm und im Sommer kalt. Die Ameisen sorgen gemeinsam dafür, dass das Nest sauber und sicher bleibt. 

Durch diese Arbeitsprozesse ist es sehr offensichtlich geworden, wie wichtig Zusammenarbeit und Ordnung. Denn sie denken nicht an sich, aber an den Ameisenstaat. Genau deshalb überleben Ameisen und sind ein sehr gutes Beispiel für Zusammenarbeit, an dem Menschen sich ein Vorbild nehmen können. 

Quellen:

Bildquelle: https://www.pexels.com/de-de/foto/insekt-tierwelt-ameise-schwarze-ameise-9891930/