Jedes Jahr fasten Millionen Muslime im Monat Ramadan. Auch an Schulen nehmen viele daran teil. Doch was bedeutet Ramadan eigentlich und warum wird gefastet?
Oft wird gedacht, beim Ramadan gehe es nur darum, den ganzen Tag nichts zu essen und zu trinken. Das stimmt, beschreibt aber nicht alles. Während des Ramadans wird von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang weder gegessen noch getrunken, auch kein Wasser. Vor dem Sonnenaufgang gibt es eine frühe Mahlzeit, das Suhoor. Nach Sonnenuntergang wird das Fasten mit dem Iftar gebrochen, häufig traditionell mit einer Dattel und Wasser.
Der Ramadan dauert etwa 29 bis 30 Tage und richtet sich nach dem islamischen Mondkalender, weshalb er sich jedes Jahr verschiebt. Neben dem Fasten spielen auch Gebete eine wichtige Rolle. Viele nehmen an den freiwilligen Tarawih-Gebeten am Abend teil, oft in Gemeinschaft und in Moscheen. Nach dem Ramadan folgt das Zuckerfest, auch Eid al-Fitr genannt. Es markiert das Ende des Fastenmonats und wird meist mit Familie und gemeinsamen Mahlzeiten gefeiert.
Der Ramadan umfasst mehr als den Verzicht auf Essen und Trinken. Er steht auch für Geduld, Dankbarkeit und Rücksicht auf andere. In dieser Zeit wird vermehrt gebetet, im Koran gelesen und es werden gute Taten vollbracht. Spenden für Bedürftige gehören ebenfalls dazu.
Im Schulalltag kann das Fasten eine Herausforderung sein, zum Beispiel in den Pausen oder im Sportunterricht. Dennoch nehmen viele gerne teil, da der Ramadan auch als besondere und gemeinschaftliche Zeit erlebt wird.
Der Ramadan zeigt, dass es nicht nur ums Essen geht, sondern auch um Werte wie Respekt, Geduld und Zusammenhalt.
Quellen:
- https://www1.wdr.de/nachrichten/ramadan-fastenmonat-wissenwertes-regeln-100.html (Stand: 27.02.2026)
- https://www.deutsche-islam-konferenz.de/SharedDocs/Meldungen/DE/ImDialog/informationen-ramadan-inhalt.html?nn=598134 (Stand: 27.02.2026)
- https://de.wikipedia.org/wiki/Ramadan (Stand: 27.02.2026)
Bildquelle:
https://www.pexels.com/de-de/foto/termine-schussel-religion-buch-7429322

