Nach mehr als 50 Jahren plant die NASA erneut eine bemannte Reise zum Mond. Die Mission Artemis 2, die derzeit für 2026 vorgesehen ist, soll den nächsten großen Schritt in der bemannten Raumfahrt markieren – und den Weg für eine dauerhafte Rückkehr des Menschen zum Mond ebnen. Die geplante Länge der Mission beträgt neun Tage inklusive Flug zum Mond.
Artemis 2 ist die zweite Mission im Artemis-Programm der NASA. Benannt ist das Programm nach der griechischen Mondgöttin Artemis – der Zwillingsschwester von Apollo. Damit knüpft es bewusst an das berühmte Apollo-Programman, das zwischen 1969 und 1972 mehrere Astronauten auf den Mond brachte.
Im Unterschied zur unbemannten Testmission Artemis I wird Artemis 2 erstmals wieder Menschen in die Nähe des Mondes bringen. Eine Landung ist allerdings noch nicht geplant – die Raumkapsel wird den Mond umrunden und anschließend zur Erde zurückkehren.
Die Mission wird mit vier Astronautinnen und Astronauten besetzt sein. Mit dabei sind unter anderem die Astronauten Christina Koch (USA), Victor Glover (USA), Reid Wiseman (USA) und Jeremy Hansen (CAN). Besonders bemerkenswert ist dabei, dass Christina Koch die erste Frau sein wird, die den Mond umrundet. Außerdem ist Jeremy Hansen der erste Kanadier, der an einer Mondmission teilnimmt – ein Zeichen für die internationale Zusammenarbeit in der Raumfahrt.
Für Artemis 2 kommen zwei zentrale Systeme zum Einsatz: Die Astronauten reisen in der Raumkapsel Orion. Sie bietet Platz für vier Personen und ist mit moderner Navigation, verbesserten Sicherheitssystemen und einem leistungsfähigen Hitzeschild ausgestattet, der Temperaturen von fast 3.000 Grad Celsius beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre standhalten muss. Gestartet wird die Mission mit dem Space Launch System, kurz Space Launch System. Diese Rakete gehört zu den leistungsstärksten, die je gebaut wurden. Sie liefert genug Schub, um die Orion-Kapsel aus der Erdumlaufbahn in Richtung Mond zu bringen.
Artemis 2 ist mehr als nur ein spektakulärer Flug. Die Mission dient vor allem dazu, die Lebenserhaltungssysteme im All zu testen, neue Navigations- und Kommunikationssysteme zu erproben und die Zusammenarbeit der Crew unter realen Mondflug-Bedingungen zu überprüfen. Erst wenn diese Tests erfolgreich verlaufen, kann mit Artemis 3 eine erneute Mondlandung stattfinden. Langfristig plant die NASA gemeinsam mit internationalen Partnern eine Raumstation in Mondnähe das sogenannte „Lunar Gateway“. Von dort aus könnten künftige Missionen starten möglicherweise sogar in Richtung Mars.
Neben den USA arbeiten auch andere Raumfahrtnationen wie China an eigenen Mondprogrammen. Die Rückkehr zum Mond ist deshalb nicht nur wissenschaftlich, sondern auch politisch und technologisch bedeutsam. Der Mond könnte künftig als Forschungsstation, Rohstoffquelle oder Trainingsort für Marsmissionen dienen. Nach erneuten Startschwierigkeiten verschiebt sich der Flug auf frühestens April 2026.
Mit Artemis 2 beginnt ein neues Kapitel der Raumfahrtgeschichte. Die Mission verbindet modernste Technik mit dem alten Traum der Menschheit, den Weltraum weiter zu erforschen. Für Schülerinnen und Schüler heute bedeutet das: Vielleicht gehört die nächste Generation von Mond- oder sogar Marsastronautinnen und -astronauten schon zu euch.
Quellen:
https://www.dlr.de/de/aktuelles/nachrichten/2026/artemis-ii-startet-zum-mond-mit-deutscher-und-europaeischer-technologie-an-bord/die-artemis-ii-crew?utm_source=chatgpt.com (Stand: 04.03.2026)
https://www.galaxus.de/en/page/nasa-mission-artemis-ii-first-manned-journey-to-the-moon-in-over-50-years-42152?utm_source=chatgpt.com (Stand: 04.03.2026)
https://www.nasa.gov/mission/artemis-ii/ (Stand: 04.03.2026)
https://www.nasa.gov/exploration/systems/orion/ (Stand: 04.03.2026)
https://www.nasa.gov/exploration/systems/sls/ (Stand: 04.03.2026)
