„KölnRheinRuhr” – so soll die Kampagne für die Olympischen und Paralympischen Spiele in Köln sowie 16 anderen Städten heißen. Doch wie wahrscheinlich ist es eigentlich, dass Olympia hier bei uns, direkt vor der Haustür, stattfindet?
Am 19. Januar 2026 fiel die Entscheidung. Die Region Rhein-Ruhr, mit Köln als „Leading-City“, möchte sich für die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele in den Jahren 2036, 2040 und 2044 bewerben, allerdings nur, wenn die Mehrheit der Menschen aus der Region damit einverstanden ist. Auch Hamburg, München und Berlin streben eine Bewerbung für die Austragung von Olympia in denselben Jahren an. Welche dieser Städte in das internationale Rennen geht, entscheidet der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) bis zum Herbst 2026. Ob „KölnRheinRuhr“ den nationalen Entscheid gewinnen würde, steht noch in den Sternen. Genauso ist es noch unklar, wo die Olympischen Spiele dann tatsächlich stattfinden. Für 2036 hätte Deutschland Konkurrenz aus Indien und Katar.
Mit Köln als „Leading City“ würde das Olympische Dorf, sowie das Olympiastadion, welches eine Kapazität von rund 50.000 Menschen haben soll, im neuen, sich noch in Planung befindlichen Stadtteil Kreuzfeldentstehen, und wäre somit nur etwa 5 Kilometer von Pesch entfernt. Dort würden dann die Eröffnungszeremonie und Leichtathletik sowie die Para-Leichtathletik stattfinden. Nach den Spielen soll das Stadion und das Dorf dann zu einem „urbanen Zentrum des neuen Stadtteil Köln-Kreuzfeld“ mit Wohnraum für circa 10.000 Menschen umgebaut werden, so die Stadt.
Das Rhein-Energie-Stadion, Heimat des 1. FC Kölns, wäre neben dem Signal-Iduna-Park in Dortmund und weiteren Stadien ein Standort für Fußball, sowie 7er-Rugby.
Auf den Jahnwiesen vor dem Rhein-Energie-Stadion und auf den Poller Wiesen fände Bogenschießen statt. Im Sportpark Müngersdorf soll eine neue Tennishalle und eine Mehrzweckarena, in der man Bahnrad- undPara-Bahnrad-Wettkämpfe austragen würde, aber auch Basketball und Volleyball möglich wären, gebaut werden. Schwimmen fände in Gelsenkirchen vor 40.000 Menschen statt. Außerdem fänden in und um Köln Straßenradrennen, Marathon, Triathlon und Golf statt.
Darüber hinaus wäre die Lanxess-Arena („Köln-Arena“), eine der größten Hallen Europas, der Austragungsort für Turnwettbewerbe bei Olympia und Sitzvolleyball, Rollstuhl-Basketball, sowie Rollstuhl-Rugby bei den Paralympics.
Insgesamt könnten bei den Spielen in Köln und Rhein-Ruhr rund 14 Millionen Tickets verkauft werden, so viele wie noch nie zuvor.
Die Spiele sollen außerdem nachhaltig gestaltet werden, indem bis auf das temporäre Olympiastadion, nur existierende Sportstätten genutzt werden. Somit sollen auch die Kosten in Grenzen gehalten werden, welche schätzungsweise bei 4,8 Milliarden bis 4,9 Milliarden Euro liegen. Die geschätzten Einnahmen hingegen liegen bei etwa 5,1 Milliarden Euro.
Die Olympischen und Paralympischen Spiele sollen den Spitzensport, aber auch den Breitensport, also Sportangebote für Jedermann, sowie die Barrierefreiheit und die Infrastruktur in Köln fördern. Beispielsweise plant die Stadt, die Sportstätten „wettbewerbsfähig“ zu halten und Schwimmunterricht für Kinder zu fördern.
Bis zum 19. April 2026 können die Bürgerinnen und Bürger in den 17 Teilnehmerstädten per Briefwahl abstimmen, ob sie einer Bewerbung für Olympia und den Paralympics zustimmen.
Quellen:
- https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/freizeit-natur-sport/sportstadt/olympia/74397/index.html (Stand: 18.02.2026)
- https://www.dosb.de/wissen/detail/olympiabewerbung (Stand: 04.03.2026)
- https://www.ksta.de/koeln/olympia-in-koeln-auf-poller-wiesen-soll-bogenschiessen-stattfinden-1229788#newsletter (Stand: 04.03.2026)
- Olympia und Paralympics KölnRheinRuhr – Stadt Köln (Stand: 10.03.2026)
Bildnachweis: https://pxhere.com/de/photo/1204701 (Stand: 25.03.2026)

